Beginnen Sie mit Gesprächen: Wer nutzte das Möbel, bei welchen Anlässen, welche Reparaturen gab es? Suchen Sie Stempel, Schreinerzeichen, alte Fotos. Einfache Tests für Holzart, Lacke und Dübel geben Hinweise, welche Eingriffe behutsam möglich sind, ohne wertvolle Spuren zu verlieren.
Schauen Sie nach Rissen, Wurmlöchern, lockeren Zapfen, schwachen Leimfugen und schadhaften Oberflächen. Prüfen Sie Stabilität unter Belastung, Gerüche alter Lösungsmittel und Feuchtigkeitsflecken. Dokumentieren Sie Befunde mit Fotos und Maßen, um Entscheidungen nachvollziehbar und materialgerecht zu planen.
Definieren Sie Nutzung, gewünschte Lebensdauer und Pflegebereitschaft. Vielleicht wird aus der Kommode eine Wickelstation, später ein Sideboard. Planen Sie modulare Einsätze, abnehmbare Schutzflächen und kinderfreundliche Kanten. So bleibt das Möbel wandelbar, sicher und für Generationen attraktiv.